Argonia beherbergt eine Vielzahl unterschiedlicher Arten von Fauna. Darunter verschiedenes Wild, Vögel aber natürlich auch Insekten. Kurzum: Sämtliche Tierarten, die es in der Realität gibt, existieren in dieser Art auch in Argonia. Darüber hinaus gibt es weitere Geschöpfe, die Argonia von der Realität klar unterscheidet. Sie werden im Folgenden als "Kreaturen" und "Perversionen" klassifiziert skizziert.
Dieses Bestiarium führt nur die in Argonia bekannten Kreaturen auf. Eine vollständige Auflistung aller existierenden Geschöpfe kann hier selbstverständlich nicht gewährleistet werden.
Berglöwe | Größe: mittel
Berglöwen sind die größten Katzen in Argonia, die als Haustiere gehalten werden. Aufgrund ihrer kostenintensiven Pflege, können sich dies wiederum nur reiche Familien leisten. In den ärmeren Provinzen Argonias sind sie lediglich in freier Wildbahn zu finden. Wanderer, die durch hügeliges oder gebirgiges Gelände streifen, sollten Gewahr sein, dass ein Mensch ebenfalls auf der Speisekarte dieser wilden Katze steht. Besonders flink fällt der Berglöwe seine Opfer meist aus dem Hinterhalt an, wenn sie es am wenigsten erwarten.
Drachenechse | Größe: groß
Diese Reptilienart lebt an Waldränden, die an flache Wiesen grenzen. Sie wurden allerdings auch in tieferen Waldgebieten gesichtet. Meist leben Drachenechsen in Gruppen von mehreren Weibchen, die gemeinsam den Brutplatz verteidigen - oft ein in Fels führender Unterschlupf. Diejenigen, die das Vergnügen hatten mit aggressiven Exemplaren zusammenzutreffen, erzählen oft von der bedrückenden Atmosphäre, die diese Geschöpfe umgibt. Ein Biss dieser Kreatur ist oft nicht tödlich, hinterlässt aber Wunden, die noch nach Wochen nicht abheilen und schlimme Entzündungen nach sich ziehen.
Krabbler | Größe: klein bis groß
Diese in der Bevölkerung Argonias durchaus als Ungeziefer klassifizierte Spezies lassen sich insbesondere in Erdhöhlen finden. Krabbler agieren als Schwarm. In der Regel sind lediglich Späher des Schwarms alleine oder zu zweit anzutreffen. Bedrohungen stellt sich ein Krabblerschwarm in zahlenmäßiger Überlegenheit. Kleinen Exemplaren ist noch sehr gut beizukommen. Größere Exemplare, die der Größe eines Pferdes gleichkommen, sind da schon eine Herausforderung für den kleinen Mann.
Bär | Größe: groß
Bären sind beliebte, lernfähige Tiere, die vor allem von wohlhabenden Familien als Wachunterstützung gehalten werden. Aufgrund ihres wachen Geistes kombiniert mit großer körperlicher Stärke wurde diese Kreatur in vergangenen Adelskriegen auch als militärische Kampfunterstützung verwendet.
Schädelharpye | Größe: groß
Schlau und groß zugleich sind diese Raubvögel, die in den größten Teilen Argonias beheimatet sind. Insbesondere in weitem Grasland, in der Nähe von Klippen oder Felsen sind Schdelharpyen vorzufinden. Besonders an ihnen ist ihr gehärteter Schnabel mit dem sie es schaffen, in härtestem Gestein Nesthöhlen zu schlagen. Bei dieser Arbeit wird das Hauptwerk- und Jagdwerkzeug auch gleich beständig scharf gehalten. Schädelharpyen sind in der Regel Einzelgänger, können aber auch als Paar in der Wildnis in Erscheinung treten. Aufgrund ihrer Fähigkeiten werden sie in Argonia insbesondere in der Provinz Ingenium als Jagdhelfer eingesetzt.
Schlachtschwein | Größe: groß
Ähnlich wie die Kriegsbären sind Schlachtschweine eine speziell für strategische Schlachtformation gezüchtete Schweinsart aus Fabrica. Nach dem letzten großen Adelskrieg wurden sie aufgrund ihrer Hitzeresitenz als Arbeitstiere für die Schmieden und mechanischen Gerätschaften in den Handwerkshöfen Fabricas eingesetzt. Schlachtschweine sind nicht besonders intelligtent, verfügen jedoch über Masse, Kraft und überraschend schnelles Reaktionsvermögen. Diese Eigenschaften sollte niemand unterschätzen, der einem aggressiven Exemplar gegenübersteht.
Wolf und Wolfshunde | Größe: mittel
Diese weitaus weniger scheue Halbwolfsart wurde vor vielen Jahrhunderten in die Gesellschaft Argonias als Wach- und Hütehund integriert. Wolfshunde haben einen äußerst feinen Geruchsinn. Ihre Anschaffung und Abrichtung ist auch nicht so kostenintensiv wie die eines Kriegsbären, weshalb Wolfshunde als Haus- und Nutztiere in allen Regionen und Provinzen Argonias verbreitet sind.
Basilisk | Größe: riesig
Der Basilisk, eine große Schlange mit scharfen Zähnen, ist ein beeindruckender und zugleich fürchterlicher Anblick. Allerdings werden diesem Geschöpf auch Fähigkeiten zugesprochen, die mitnichten mit dem realen Basilisk zu tun haben. Hat jemand einmal einen Basilisk gesehen, der Lebewesen zu Stein verwandelt? Dieses Gerücht scheint wohl von dem stark lähmenden Gift der Riesenschlange zu stammen.
Neben seiner Größe von bis zu 40 Metern kann der Basilisk auch sehr lange unter Wasser leben. Er benötigt fasst keinen Sauerstoff für den eigenen Stoffwechsel. Leider ist noch ungeklärt, aus welchen Prozessen oder Organen diese Eigenschaft herrührt.
Über die Schwächen von Basilisken ist bekannt: Tatsächlich sehen sie nicht gut, vielmehr orten sie olfaktorisch, also über ihren Geruchssinn. Diesen auszuschalten, verhilft zu einem deutlichen Vorteil und hat so manchem Opfer den Hals aus der Schlinge der Schlange gezogen.
Grubenechse | Größe: groß
Es wird vermutet, dass diese Art das Gebirgs-Pendant der in Argonias Flachland beheimateten Drachenechse darstellt. Ihren Namen trägt sie aufgrund ihrer Vorliebe für tiefe Gruben, in der sie eine Wohnhöhle gräbt.
Die davor befindliche Grube dient der Echse dabei auch als Falle für unvorsichtige Beute. Da die Echse eine Größe eines ausgewachsenen Ponys auf weißt, ernährt sie sich vornehmlich von mittelgroßen Tieren, die in ihre Grube fallen.
Grubenechsen sind ausdauernd und können Monate lang hungern, ohne ihre Grube zu verlassen. Eine hungernde Grubenechse ist allerdings ein nicht zu unterschätzender Gegner. Hungrige Exemplare verfallen nach einer Zeit in eine Art Wahn, der sie sogar aus ihrer Grube heraustreiben und die eigene Art angreifen lassen kann.
Die Stärke der Echse ist vor allem der Überraschungseffekt, wenn ihr Opfer in die Grube gefallen und von dem Fall noch benommen ist.
Greif | Größe: riesig
Mit einer Mischung aus Adlerkopf, Löwenkörper und große gefiederte Schwingen stellt ein Greif eine majestätisches Geschöpf dar. Dumm, dass nur wenige ihre Schönheit bewundern können und danach auch noch lebendig genug sind, um über sie zu berichten.
Greife reagieren sehr aggressiv gegenüber Lebewesen, die in ihr Territorium eindringen. In diesem Zuge legen sie sich auch gerne mit Gegnern an, die deutlich größer sind als sie. Und das, obwohl schon Greife mit der Größe eines Pferdes beobachtet worden sein sollen.
Beheimatet ist diese Art in den Prärien Argonias, also vor allem in der Provinz Ingenium. Dort nutzen sie einerseits das hohe Gras, um sich vor ihrer Beute zu tarnen und den freien Himmel, um agil in ihrem Territorium nach dem Rechten zu sehen. Aber auch in den Ausläufern des östlichen Hochgebirges sind Greifen gesichtet worden. Naturforscher vermuten, dass sich Greifen ihre Nester im Gebirge bauen und ihr Jagdgebiet in weiten, flachen Landen erschließen.
Panzerkeiler | Größe: groß
Diese im wahrsten Sinne des Wortes „Berserkerschweine“ sind deutlich größer, aggressiver und tödlicher als die bekannteren Verwandten der Schlachtschweine. Aufgrund ihres unzähmbaren Wesens wurden sie seit dem dritten Adelskrieg nicht mehr versucht kontrolliert für arbeiten einzusetzen. Damals wurden sie von der Adelsfamilie Bolgund zusammengetrieben und schäumend vor Wut auf Feinde an vorderster Front gehetzt. Aufzeichnungen, die das Vorgehen hierzu festhalten sind verschollen. Nun dient lediglich ihr Fleisch als Delikatesse und zwar überall in Argonia. Aus diesem Grund sind Panzerkeiler-Stücke angesehene Jagdtrophäen in den ansässigen Jägergilden und als Bezahlung dort gern gesehen.
Schattenkatze | Größe: groß
Schattenkatzen sind lautlose Jäger und unglaublich gefährlich für jeden unaufmerksamen Abenteurer - manch einer hat von einer Begegnung mit diesen Geschöpfen ein Körperteil oder auch mehrere eingebüßt. Schattenkatzen können meisterhaft mit ihrer Umgebung verschmelzen. Es gibt sogar das Gerücht, sie könnten ihre Existenz vollständig verbergen, ja gar unsichtbar für das ungeübte Auge werden. Doch das ist wohl lediglich ein Gerücht. Klar ist: Schattenkatzen fallen ihre Opfer aus dem Hinterhalt an - urplötzlich und mit tödlichem Schlag.
Sumpfaal | Größe: riesig
Diese schlangenartigen Geschöpfe, die die Länge einer großen Scheune aufweisen können, leben wie ihr Name verraten lässt in den großen Sümpfen Argonias, die die Provinz Fadonia von ihren Nachbarregionen Ingenium und Mercatoria trennt.
Sumpfaale bleiben gerne unentdeckt unter der Wasseroberfläche in größeren Tümpeln, aus denen sie höchstens emporschnellen, wenn ein einsamer Wandersmann zu einem ausgiebigen Schmaus einlädt. Sumpfaale ernähren sich von großen Fischen und fressen gerne auch Lebewesen, die sich in den Weiten des Moors verirrt haben.
Schwachstellen sind vor allem die empfindlichen Kiemen dieser Aale, die bereits bei leichten Druckeinwirkungen zu inneren Blutungen führen können. Stärken dieser Lebewesen ist ihr Kanalbau innerhalb ihres Territoriums und ihre besonders schnelle Fortbewegung. Beides ermöglicht es ihnen schnellstmöglich an unterschiedliche Bereiche des Moors vorzudringen.
? | Größe: gigantisch
Auf dieses Wesen trafen unsere Gefährten im Wurzeldschungel im Zuge der "Probe des Waldes". Ein furchteinflößendes, gefährliches Wesen, das an eine Kreuzung eines Hirschen mit einem Panzerkeiler und einem Troll erinnerte.
? | Größe: groß
Auf dieses Wesen trafen unsere Gefährten im Wurzeldschungel während der Erforschung des "Zikkuraths der Verdammnis". Ein abstoßendes Wesen, welches aus unterschiedlichen Überresten und Leichenteilen bestand, was von nekrotischem Ge-flecht zusammengehalten wurde.
? | Größe: mittel bis groß
Auf dieses Wesen trafen unsere Gefährten im Wurzeldschungel während der Erforschung des "Zikkuraths der Verdammnis". Ein von Wurzeln überwuchertes und teilweise unter dem eigenen Fleische verwuchertes Ungetüm, aus dem spitze Enden allerlei Knochenfortsätze ragten und entfernt an einen menschlichen Körper erinnerte.
? | Größe: groß
Auf dieses Wesen trafen unsere Gefährten im Wurzeldschungel während der Erforschung des "Zikkuraths der Verdammnis". Ihr alter bekannter und ehemalige rechte Hand Dulons, Olaf, hatte sich anscheinend in dieses Wesen, was halb Mensch und halb Stier zu sein schien, im Inneren des Zikkuraths verwandelt.
? | Größe: groß
Auf dieses Wesen trafen unsere Gefährten im Ingeniumschen Dorf "Zabrakenheim" während der Erforschung des Mausoleums des Zauberers Zabrake auf dem Friedhof. Tatsächlich hatte sich der Körper des Zauberers über die Jahrhunderte in dieses Wesen verwandelt. Die Verwandlung war offenbar auf die Infizierung seines Arms mit einer "schwarzen Masse" zurückzuführen.
Schwarze Witwe | Größe: groß
Auf dieses Wesen trafen unsere Gefährten sowohl im Ingeniumschen Dorf "Zabrakenheim", als auch während der Erforschung des "Zikkuraths der Verdammnis". In Zabrakenheim hatte sich die schizophrene Frau des dortigen Jägers, Martha Treffer, in eben jenes Wesen mit zu scharfen Klingen pervertierten Nägeln und Knochenauswüchsen verwandelt. Im Zikkurath wurde dieses Schicksal einem Bilhok-Stammesmitglied Torruk zuteil.
? | Größe: groß
Auf dieses Wesen trafen unsere Gefährten im Wurzeldschungel während der Erforschung des "Zikkuraths der Verdammnis". Ein katzenartiges, von pechschwarzer strotzender Muskelmasse beflügeltes Ungetüm, dessen Zunge und Maul einen seltsam violetten Geifer aufwies.
? | Größe: gigantisch
Auf dieses Wesen trafen unsere Gefährten im Wurzeldschungel während der Erforschung des "Zikkuraths der Verdammnis". Ein gigantisches, wyrmartiges Wesen übersät mit Stacheln und schweren Knochenplatten, welchem Feo, Roys modifiziertes Simulakrum, fast zum Opfer gefallen wäre.
? | Größe: groß
Auf dieses Wesen trafen unsere Gefährten im Wurzeldschungel während der Erforschung des "Zikkuraths der Verdammnis". Durch einen Riss in der Realität trat es auf Geheiß des selbst ernannten Gott des Waldes Naturalis aus einer anderen Dimension in Erscheinung und machte den Helden das Leben schwer.
Das Dunkle keucht, haucht, seufzt und atmet ein, in Land, Luft, Wasser, Feuer und Stein. Es ist ein Sog, kennt keine Balance und kein Lot in des Hungers Trance. Leer bleibt das Gefäß und nur das Leben füllt des Schreckens Atem.